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Montag, 28. November 2011

[Rezension] Kerstin Gier - Rubinrot

Kurz und knapp:
 




In Gwendolyns Familie wird ein Zeitreise Gen weitervererbt. Womit niemand gerechnet hat:
Nicht Charlotte, die ihr Leben lang auf das zeitreisen vorbereitet wurde, hat das Gen geerbt, sondern Gwendolyn! Vollkommen unwissend muss sie nun während ihren Zeitsprüngen in der Vergangenheit zurechtkommen.








Die Autorin schafft es, die Charaktere und das Geheimnis um das zeitreisen überzeugend darzustellen, es macht Lust auf die weiteren Zeitreisen die Gwen unternehmen wird. 
Da lag für mich jedoch auch der Knackpunkt: Die Reisen waren zwar interessant, aber insgesamt passiert einfach zu wenig. Rubinrot liest sich eher wie ein Anfang einer Geschichte.. die ich mir jetzt in Form von den nächsten zwei Bänden kaufen "darf". 

Nichtsdestotrotz gefällt mir Gwens Geschichte, das Buch ist ansonsten stimmig und ich bin gespannt was sie noch erleben wird.
Ein Pluspunkt ist natürlich das Cover mit den Scherenschnittfiguren - und das obwohl ich sonst gar nicht der Rosa-Typ bin!


Samstag, 12. März 2011

[Rezension] A.A. Milne - Winnie the Pooh


A.A.Milne - Winnie the Pooh
Kurze Bewertung für ein kurzes Buch

"Pooh," said Rabbit kindly, "you haven't any brain."
"I know," said Pooh humbly.

Es ist ein Buch mit gerade mal 146 Seiten und doch hat es seit 1926 viel erreicht. Zahlreiche Verfilmungen, Serien und Fanartikel existieren überall auf der Welt.
Die Hauptfigur ist ein Bär von sehr geringem Verstand, der zusammen mit seinen Freunden viele Abenteuer erlebt.
In den einzelnen Kapiteln entdeckt Winnie the Pooh mit Christopher Robin den Nordpol, organisiert Geschenke für Eeyore, geht auf Spurensuche und... isst Honig. Jede Menge Honig.
Dazwischen sind immer mal wieder ein paar sehr tolle Illustrationen von E.H. Shepard.
Die einzelnen Geschichten sind sehr einfach, dabei aber verdammt süß.
Winnie the Pooh wird zwar als Kinderbuch bezeichnet, ich möchte es aber nicht nur Kindern, sondern auch jedem Erwachsenen empfehlen, der sich auch für einfache, kleine Geschichten begeistern kann. Das Englisch ist sehr einfach zu verstehen und kann somit auch von Anfängern gut gelesen werden.

"Good morning, Pooh Bear,"said Eeyore gloomily. "If it is a good morning," he said. "Which I doubt," said he.
"Why, whats the matter?"
"Nothing, Pooh Bear, nothing. We can't all, and some of us don't. That's all there is to it."
"Can't all what?" said Pooh, rubbing his nose.
"Gaiety. Song-and-dance. Here we go round the mulberry bush."

Freitag, 28. Januar 2011

[Rezension] Nina Blazon - Faunblut

Als Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen. Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihre Rechte einzufordern. Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner...
So lautet der Klappentext von Faunblut und klingt damit schon mal sehr gut. Die Geschichte in Faunblut hat in der Tat großes Potenzial, denn die Welt die Nina Blazon sich ausgedacht hat, ist sehr interessant und die Handlung verspricht zu Anfang ein spannendes Abenteuer.
Auf dieses große Abenteuer wartet man jedoch vergeblich, denn leider gibt es kaum Höhen und Tiefen. Die Handlung verläuft rasend schnell ohne das etwas besonders Aufregendes passiert und ehe man sich versieht ist das Buch schon zu Ende und man fragt sich: Das wars?
Die Figuren bleiben etwas blass und die Stadt mit ihren Einwohnern und der Herrscherin werden nur sehr oberflächlich beschrieben.
Wer sind diese Echos überhaupt? Warum hat die Herrscherin so eine große Macht?
Auch bei der Liebesgeschichte zwischen Jade und Faun fehlte mir die Entwicklung der Beziehung, die beiden fanden einfach sehr schnell zueinander und das kam nicht sehr überzeugend rüber.

Zwar klingt das alles jetzt ziemlich negativ, aber es ist nicht so, dass das Buch deswegen schlecht ist. Es ließ sich trotzdem angenehm runterlesen und die Idee die dahintersteckt ist nach wie vor eine sehr gute, nur hätte ich es mir gewünscht, wenn sie mehr herausgearbeitet worden wäre.
Daher gibt es von mir 3/5 Punkte für Faunblut (dessen Cover wirklich sehr hübsch ist!).




P.S.: Warum heißt das Buch eigentlich Faunblut? Ich mag das Wort und finde den Titel gut, aber ich frage mich gerade, was das mit dem Inhalt zu tun hat? Habe ich nur unaufmerksam gelesen oder ist es einfach ausgedacht?

Freitag, 20. August 2010

[Rezension] Cornelia Funke - Tintentod

Verlag: Cecilie Dressler Verlag (2007)
Seiten: 768
ISBN: 978-3-7915-0476-6

"Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen …"







Tintentod ist der letzte Teil der Trilogie und ich kann vorneweg sagen, dass ich ihn für einen sehr würdigen Abschluss halte. Meggie's Vater versucht alles Mögliche, um den Machenschaften des Natternkopfes entgegenzuwirken, er versucht die Kinder Ombra's zu retten und natürlich ist das Hauptziel die Vernichtung des leeren Buches. Aber auch Orpheus hat sein Händchen mit im Spiel, teilweise schon fast zuviel. Manchmal hatte ich das dringende Bedürfnis ihm das nächstbeste Buch an den Kopf zu schlagen.

Was mir direkt aufgefallen ist, ist die Tatsache dass das komplette Buch mit wenigen Ausnahmen in der Tintenwelt spielt und nicht in der "realen" Welt. Ich fand die Tintenwelt seit dem ersten Band viel interessanter und wollte mehr über sie erfahren, ein Pluspunkt also.
Es geht insgesamt auch viel mehr um die einzelnen Personen der Tintenwelt, nicht nur Meggie, Mo und Resa, sondern auch die Räuber kommen nicht zu kurz.
Die Wege trennen sich, man findet wieder zusammen, einige kommen hinzu und andere gehen erneut und man ist in fast jedem Kapitel an einem anderen Ort mit anderen Personen.
Durch die Ortswechsel blieb das Buch durchgängig spannend, zwar gab es gegen Ende einen kleinen Hänger, als es dann doch noch wieder zur Burg am See ging und ich nur noch Bescheid wissen wollte wie es ausgeht, aber das war letztendlich nicht sehr dramatisch.

Ich habe schon einige Rezensionen zu dem Buch gelesen und bemerkt, dass viele es wenig fantasievoll und depressiv fanden. Ehrlich gesagt ist mir das vorher gar nicht aufgefallen, denn mein Eindruck nach dem Lesen war sehr positiv und ich sehe das Buch als das Beste der drei Bücher an.
Gut, es mag sein, dass in diesem Band nicht alles Friede Freude Eierkuchen war und ja, die Grundstimmung ist manchmal schon relativ negativ, aber ich denke, dass ist genau das, was es zu einem glaubwürdigen Buch macht.

Was ich an den Tintenbüchern so liebe, sind die Zitate am Anfang von jedem Kapitel. Da habe ich mir schon einige Bücher rausgeschrieben und auf meine endlose Haben-Wollen-Liste gesetzt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen der schon die anderen Teile gelesen hat und sich nicht sicher ist, ob er den letzten Teil doch noch lesen soll, genauso auch die komplette Trilogie an diejenigen die noch gar keines der Bücher gelesen haben.